Puh – schon besser…

Auch wenn es bisher nur ein Probedruck ist, bei dem ich nur die unterstützenden Strukturen entfernt habe – kein Versäubern, Grate entfernen, Schleifen, …

…ich möchte Euch das „neue“ Mundstück-Design nicht vorenthalten.

Es ist gebogen – es ist grün – aber ohne „Ringeldings“.
Und es läßt sich ganz offensichtlich erfolgreich drucken. Auch wenn bisher nur zum Test aus PETG, da das PMMA doch deutlich kostspieliger ist.

Allerdings ist jetzt noch eine ganze Menge Arbeit (und Druck-Tage) bis ich die restlichen Probleme gelöst habe:
* Ok, das Maß des Zapfens paßt perfekt!
* Rauchkanal ist frei – aber mit Fäden drin.
* Leichte Schichten auf der Außenseite – trotz nur 0,12mm Schichtdicke.
* Die rückseitige Naht vom Schichtwechsel ist ziemlich dick und nicht in der Mitte.

Also muß ich am Materialtransport und -Rückzug arbeiten – das werden noch etliche Test-Drucke – und dann das Selbe in PMMA.

Trotz des riesigen Aufwandes – das Ergebnis freut mich, denn es eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Und sei’s nur für Pfeifen-Mundstücke, die so nicht aus dem Vollen geschnitzt werden könnten.

Was meint Ihr dazu?

Licht am Ende des Tunnels?

Oder ist es doch „nur“ der entgegenkommende D-Zug….

Der Händler hat sich bei mir – nach fast genau einem Monat – endlich wieder gemeldet: Die Ersatzteile für den 3D-Drucker seien auf dem Weg zu mir….

Ich hoffe nur, daß die angebrochene Rolle Filament derweil nicht zu viel Feuchtigkeit gezogen hat, denn die Luftfeuchtigkeit ist ja zur Zeit doch relativ hoch. Und einen Trockenschrank für Filament kann ich mir derzeit (noch) nicht leisten.

Ach ja – ich glaub‘ ich hab noch nicht erzählt, daß ich die Werkstatt noch zweimal – insgesamt also bisher achtmal – trocken legen mußte? Ich komm‘ mir dort vor wie im Feuchtbiotop bei gut 70% Luftfeuchtigkeit…
Aber immerhin, ich hab zumindest meine kleine römische Werkbank wieder im Einsatz – brauchte eine Möglichkeit zum Sense dengeln….

….was man nicht so alles lernt, wenn das, was man eigentlich machen wollte, nicht funktioniert 😛

Hoffentlich war das jetzt die letzte Überschwemmung – ich hab da noch drei Sachen, die ich gerne erledigen würde…
Mehr dazu hoffentlich beim nächsten Update!

Bis bald…

Das zieht sich noch…

…mit dem Servicefall.

Der Händler in Deutschland gibt sich sehr viel Mühe – eigentlich sogar mehr als ich erhofft hatte – aber der Hersteller hat die Ruhe weg….

Mancher mag es schon erahnt haben: PETG aus recycelten Plastikflaschen (PET) wird – sobald er wieder funktioniert – bei mir in einem kleinen 3D-Drucker verarbeitet. Ist halt doof, daß schon beim ersten Ausprobieren der Schrittmotor der X-Achse die Mitarbeit verweigert hat. Aber auch das Problem wird sich hoffentlich bald lösen.

Als erstes Projekt hatte ich vor, einen kleinen Rahmen für ein – noch kleineres – Amulett aus Stein meiner Frau zu machen, damit das kleine Teil auch eine Öse zum Aufhängen bekommt.

Weitere Ideen sind in Arbeit. Dauert ein wenig, denn CAD ist erstmal Neuland für mich. Wobei ich mit dem script-basierten OpenSCAD schon ganz gut zurecht komme: Gehirn-verbiege-Spiele visuell dargestellt 😉
Oder, wenn man es sich vorstellen kann, dann kann es auch eine CAD Zeichnung dazu geben. So nach dem X-ten Versuch 😛

Freut‘ Euch auf „mehr“ !
(Sobald halt der Drucker wieder läuft, und ich die Werkstatt zum bisher sechsten Mal wieder trocken gelegt habe)

Wie entsteht eine Pfeife (4)

… oder so :-/

Naja – die Luftfeuchtigkeit im Keller ist zumindest wieder von knapp 90% auf 60% herunter. Also ein weiterer Versuch in Bezug auf Mundstück für die Pfeife – genauer: zwei Mundstücke für zwei Pfeifen !

Zum Einen die Pfeife, die ich Euch auch schon in den vergangenen Beiträgen gezeigt habe:

Und dann eine Pfeife, die schon länger auf ein passendes Mundstück wartet, ich mich an das „Thema“ aber bisher nicht heran getraut habe.

Wie man beim dritten Bild unschwer erkennen kann, ist dies die Ursache für mein „Oder so“ zu Anfang dieses Beittrages.

Beim längs durchbohren des Mundstückes, das ich von beiden Seiten jeweils vom Mittelpunkt der Fläche mache, muß mir wohl der Bohrer von der Pfeifenseite her kommend verlaufen sein. Jetzt ist da ein zusätzliches Loch wo es nicht hingehört – und ich muß mich wieder mal nach einem neuen Mundstück umsehen…..

Hiermit beschließe ich erstmal meine Reihe bzgl. wie man eine Pfeife herstellt – ich glaube, die grundlegende Idee dahinter sollte klar sein. Auch, daß man manchmal, speziell bei eben nicht herkömmlicher Herangehensweise und Materialien, das eine oder andere Hindernis überwinden muß 😉

Bis bald….

Wie entsteht eine Pfeife (3)

Oder besser

„Holz arbeitet – und Du?!

Hat ein wenig Probleme gegeben – daher hat’s auch wieder mal etwas länger gedauert:
Nachdem ich mich entschlossen hatte keine Mundstücke aus Acryl zu kaufen mußte ich selber welche aus Holz machen.

Klar, der Kontrast zwischen Holz „pur“ und Rinde mußte sein.
Also hab‘ ich mir einen dünnen Ast geschnappt, der schon seit Wochen zum Trocknen in meiner Werkstatt liegt, und einen passenden Rohling abgeschnitten.

Die Mundstückseite mit dem Schnitzmesser kräftig angefast – soll ja später noch weiter bearbeitet werden – und vorsichtig in die Drechselbank eingespannt. Dann den Zapfen abgemessen, mit einem Meißel sauber „angezeichnet“ und – sicherheitshalber einen Millimeter mehr Durchmesser als geplant – den Zapfen ausgearbeitet. Und natürlich auch längs den Rauchkanal eingebohrt

Warum den Millimeter größer?
Naja – selbst wenn ich davon ausgehen konnte, daß ein weniger-als-Daumen-dicker Ast in mehreren Wochen Frühsommer ordentlich getrocknet sein sollte (und dabei etwas schrumpft ! ) – man weiß ja nie. Wie anfangs schon gesagt, Holz arbeitet…..

Am nächsten Tag gleich als erstes in die Werkstatt….
…der Zapfen war zu klein !!!! NOCH mehr geschrumpft.
So’n Sch…eibenkleister.

Vorgestern dann – Wochenende ist für die Familie – den restlichen Ast in weitere Mundstück-gerechte „Happen“ aufgeteilt und den Rauchkanal eingebohrt. Allerdings hab‘ ich – sofern ich dran gedacht habe – den Zapfen deutlich dicker gelassen.

Heute morgen dann gleich nachgeschaut – 100% Luftfeuchtigkeit im Werkstatt-Keller, und mehrere Zentimeter Wasser !!!

Hat doch glatt das wirklich heftige Gewitter vergangene Nacht – laut einem unserer Kater haben sich die Gewitter-Riesen ziemlich in die Wolle gekriegt – das Wasser durch den Ablauf in den Keller gedrückt.

So viel zum Thema: Trockene Mundstück-Rohlinge :-/

Hab‘ die Rohlinge dann in mein Arbeitszimmer hoch geholt – da werden sie hoffentlich etwas schneller trocken.
Der Pfeifenkopf ist auch mit Hartwachs eingerieben – vielleicht kriegt der noch eine zweite „Abreibung“ und – sobald selbige trocken sind – auch ein Mundstück.

Heute morgen gleich das ganze Wasser mit Kehrblech und Eimer bestmöglich „entfernt“ – jetzt läuft erstmal für ein paar Tage der Entfeuchter.

Menno….

Wie entsteht eine Pfeife (2)

Nachdem gestern ja erstmal der Holzleim trocknen mußte, hab‘ ich doch noch mit einer weiteren Pfeife angefangen….. – Daher seht Ihr heute Bilder von der dritten Pfeife, und nicht den beiden anderen.

Stand gestern war: Pfeife zum Bohren vorbereiten.
Ich hab leider kein Photo vom Bohren gemacht – den Stiel mit der Ständerbohrmaschine, die Rauchkammer auf der Drechselbank – aber immerhin Photos davon 😉

Man sieht es nicht auf den ersten Blick, denn die Bohrungen schauen schön mittig aus – aber im dritten Bild kann man ganz gut erkennen, daß mir der lange Bohrer ein wenig seitlich verlaufen ist, und die Bohrung durch den Stiel die Tabakkammer nicht ganz genau mittig trifft.
„Shit happens!“ – oder so. Hätte den Stiel vielleicht doch auch auf der Drechselbank bohren sollen, auch wenn das mit erheblich mehr Aufwand verbunden gewesen wäre.

Dafür habe ich aber die Pfeife heute schon mal in Form geschliffen – Dank 40-er Schmirgelpapier geht das auch bei Buche nicht gar so langsam.
Nachdem mir die gerade, glatte „Billiard“ zu langweilig war, habe ich kurzerhand eine „Cherrywood“ daraus gemacht. Und nein, das Holz habe ich nicht von Buche in Kirsche verwandelt, die Form heiß einfach so – beide kann man z.B. beim Billiard, daher der Name, abstellen, während man spielt, wobei die „Cherrywood“ noch am Boden abgeschrägt ist (seht Ihr dann in den finalen Bildern) und, meiner Meinung nach, somit stabiler steht.

Aber auch das war mir noch zu langweilig – außerdem wollte ich etwas probieren: Ich hab‘ die Pfeife etwas rustifiziert:

So ganz bin ich damit noch nicht zufrieden, es schaut noch nicht richtig nach „Ast“ aus. Da werde ich morgen noch ein wenig nacharbeiten.

Auch muß ich mir noch überlegen, ob ich – wie bisher eigentlich immer – ein Mundstück aus Holz ansetze, oder doch noch „moderne“ Mundstücke aus Acryl bestelle….

Wie entsteht eine Pfeife (1)

Nachdem ich momentan bei einigen Projekten am Arbeiten bin, von denen ich aber keine Photos machen kann, und ich bei der halbfertigen Pfeife irgendwie nicht so recht weiter komme, möchte ich Euch zumindest ein paar Hintergrund-Informationen erklären, wie man überhaupt eine Pfeife machen kann.

Am Einfachsten geht es mit einem Stück Ast – so etwa 6-7 cm lang, ungefähr 4 cm Durchmesser, sowie einem geraden Zweig, wenn möglich mit weichem „Mark“..
In den Ast – den zukünftigen Pfeifenkopf – bohrt man für die Tabakkammer an einem Ende ein nicht durchgehendes Loch in etwa halbem Durchmesser des Ast-Stückes, sowie ein kleineres Loch seitlich, knapp oberhalb des Bodens der Tabakkammer.
Den Zweig ebenfalls längs komplett aufbohren, z.B. mit einem Stück Draht. Gerne wird dafür auch z.B. eine glühendheiße Fahrradspeiche verwendet.
Dann den Zweig anspitzen und in das seitliche Loch des Pfeifenkopfes stecken – fertig ist eine ganz einfache Pfeife im Stile von Huckleberry Finn.

Will man aber etwas … ausgefalleneres, dann sollte man vielleicht eher vorher planen:

Wie groß soll die Pfeife werden? Lage der Tabakkammer, Material, ….

Meist möchte man die Pfeife auch etwas „schöner“ machen – also eher nicht aus einem Stück Ast mit Rinde, sondern aus einem Stück Holz.

Sobald ich mir über die Größe im Klaren geworden bin, suche ich mir ein passendes Stück Holz und säge es – mit ein wenig „Reserve“ – zu.

Holzstück zusägen

In meinem Fall war das Stück Holz für die eigentlich geplante Pfeife aber immer noch zu groß – oder ich hätte viel Abfall gehabt. Also habe ich kurzerhand auf ein kleineres Modell umgeplant, bei dem ich zwei Pfeifen, fast ohne Abfall, aus dem selben Stück Holz bekommen habe.

…und nochmal aufteilen.

Als Nächstes zeichne ich mir die wichtigsten Dinge gleich auf’s Holz. Ganz wichtig ist dabei die Lage und Größe der Tabakkammer:

Tabakkammer anzeichnen

Ganz wichtig: BEVOR man anfängt weiter Holz zu entfernen, sollte man sich sehr gut überlegen, welche Arbeitsschritte man in welcher Reihenfolge durchführen möchte (oder mu0)!
Bei meinem geplanten Modell muß ich über mehrere Achsen drechseln, und darf mir daher nicht bei einem Schritt die Aufspann-Punkte für einen späteren Schritt entfernen.
Und nachdem ich auch „schräg“ drechseln möchte, habe ich bei meinen beiden Rohlingen die Aufspannpunkte optimiert, indem ich auf der einen Seite ein wenig schräg abgeschnitten habe, und den Abschnitt gegenüber wieder angeklebt habe, damit ich besser aufspannen kann.

Ansatzpunkte für schräge Drechselachse

So – das war jetzt erstmal eine ganze Menge an Informationen. Die beiden Rohlinge trocknen – nächste Tage geht’s weiter….

Knopf am Bestimmungsort

Nachdem ich im letzten Beitrag ja ein paar selbst geschnitzte Knöpfe für eine Tasche vorgestellt hatte, hier nun dieselben Knöpfe an der erwähnten Tasche befestigt – die meines Wissens mittlerweile sogar noch etwas verziert wurde

Ich hoffe doch, die TG-Lehrerin wird sich darüber freuen 😉

Mir jedenfalls gefällts !

Knöpfe an Tasche

Vielleicht mach ich ja noch mehr Knöpfe? – Mal schauen …

Wo rohe Kräfte…

…sinnvoll walten, da kann ein Knopf ’ne Tasche halten !

Töchterchen brauchte etwas größere Knöpfe für eine Tasche, die sie im (Fern-) Unterricht hergestellt hatte.

Bestellen?
Sicher möglich – aber warum nicht selber machen?

Hier ein paar selbst geschnitzte Knöpfe !
Etwa 3×2,5 cm, allerdings auch etwa 1,5 cm hoch.

Handgeschnitzte Knöpfe, unbekanntes Holz

Verrückte Zeit

Die letzten Wochen glaubt mir eh keiner – also schreib‘ ich lieber über das, was mehr oder weniger funktioniert hat 😉

Ich bin endlich dazu gekommen, die Nuten für die „schwimmenden“ Schubladen-Böden zu fertigen. Und mit der Verbindung des Schubkastens zur Front geht es auch langsam voran:

Bei der Pfeife bin ich noch nicht so richtig glücklich – ok, der Korpus muß noch ein wenig ausgearbeitet werden. Da bin ich Stück für Stück dran.
Aber das Hauptproblem ist der Stiel bzw das Mundstück.
Ich finde „lang und geschwungen“ – in etwa so wie eine Lesepfeife – wäre am passendsten. Leider kriege ich das aus Holz nicht so hin wie ich es möchte. Ok, Laminieren wäre eine theoretische Möglichkeit, nur sollte der Kleber dafür sinnvollerweise lebensmittelecht UND einigermaßen temperaturfest sein – und da beißt’s schon wieder aus….

Ideal wäre da wohl ein genügend großer 3D-Drucker – der steht auch ganz oben auf meiner mentalen Warte-Liste – und dann aus geeignetem Material einen „sicheren“ Anschluß und einen schön langen, gebogenen Stiel/Mundstück fertigen, vielleicht sogar mit Möglichkeit für einen Filter …..
Tja – in Gedanken sehe ich es schon… 😉

Das mit dem Drucker, und damit die „gedruckte“ Umsetzung, wird bei der momentanen Lage aber vermutlich noch ein wenig dauern.
Vielleicht sollte ich mich bis dahin schon mal mit CAD-Programmen beschäftigen – bisher Neuland für mich.

So oder so – Ihr lest von mir….