Nur ein paar Bretter.

Es sind zwar nur ein paar Bretter – aber das sollen mal Schubladen werden…

Bretter für die Schubladen

Wie man gut sehen kann, hat der Unterkasten bereits Rollen bekommen, das macht ihn deutlich mobiler. Auch die schrankseitigen Teile der Rollenauszüge sind schon montiert. Die Schwalben und Pins für die rückseitigen Verbindungen sind auch schon angezeichnet – sieht man vermutlich auf dem Bild nicht.

Gedanken machen muß ich mir jetzt noch, wie man am Besten nicht durchgehende Nuten für Schubladenböden machen kann. Ohne Fräse, und – da nicht durchgehend – auch ohne Kreissäge (die mir beide eh nicht zur Verfügung stehen).

Nicht-durchgehend einfach aus folgendem Grunde:

Die Schubladenfronten – die untersten Bretter der beiden kleinen Stapel – überlappen die Front des Kastens und schließen bündig mit der Außenseite ab. Die Schubladen-Korpusse an sich sind aber deutlich schmaler – um jeweils eine Wandstärke plus Auszug-Breite pro Seite. Trotzdem soll der Schubladenboden aber auf allen vier Seiten in einer Nut liegen, soll ja auch was aushalten. Auf der Rückseite wäre es eigentlich egal, aber im Bereich der Front soll natürlich nichts von den Nuten zu sehen sein. Da muß ich mir also noch was einfallen lassen.

In Bezug auf das Zusammensetzen des Schubladen-Korpus scheiden verdeckte Schwalben als Verbindung zur Front wegen eben der breiteren Front auch aus. Eine doppelte Front mag ich gar nicht. Allerdings ist eine stumpfe Verbindung von Stirnholz auf Querholz als Leim-Verbindung, aber auch gedübelt, nicht sonderlich stabil – da hat man bald die Front ohne Schublade in der Hand.

Allerdings – es gibt eine Verbindung die auch ein bißchen was aushält und zu einer Werkzeug-Kiste paßt. Das wird wohl der kniffeligste Teil. Laßt Euch überraschen, was ich vorhabe – ich hoffe es gelingt…

Endlich…

…ist es in der Werkstatt wieder etwas wärmer geworden. Gefühlt hatte es dort tiefen Frost – auch wenn’s in Wirklichkeit wohl doch noch zwei, drei Grad Plus waren. Aber damit immer noch zu kalt um sicher mit bloßen Händen zu arbeiten.

Trotz Kälte bin ich ein wenig weiter gekommen mit meinen zwei Projekten:

Aus dem Stück Birke ist eine – vorgearbeitete – Schale geworden.

Mit den „Schwalben und Pins“ bin ich auch weiter gekommen:

zukünftige Werkzeug-Kiste mit Unterbau

Die erste zukünftige Werkzeug-Kiste im Stil einer „Dutch Tool-Chest“ hat durchaus Formen angenommen. Sie wird aus zwei Teilen bestehen, einem Unterteil und der eigentlichen Werkzeug-Kiste.

Wie man auf dem Bild schon an Hand der Pappschachtel im Unterteil erahnen mag: da kommen Rollen drunter!

Und anstelle der traditionellen, mit einem Riegel gehaltenen losen Front werde ich Schubladen einsetzen.

Eine Sache hätte ich allerdings gerne anders gelöst: Front und Rückseite sind im Original mit speziellen Holznägeln befestigt, die auch richtig gut halten. Leider konnte ich online keine finden – und die Läden, in denen ich hätte danach fragen können, sind derzeit geschlossen. Ich hoffe nur, daß sie nach C-19 auch wieder aufmachen können….

Zurück zum Werkstück – anstelle der Nägel habe ich mir mit langen, dünnen Spax-Schrauben beholfen. Im Korpus mit Kerndurchmesser (konisch!) vorgebohrt, im Brett mit knapp Kopfdurchmesser – somit haben die Schrauben Raum für Bewegung, damit beim Arbeiten des Holzes nichts platzt. Schließlich heißt es nicht umsonst:

Holz arbeitet – und Du?