Endlich…

…ist es in der Werkstatt wieder etwas wärmer geworden. Gefühlt hatte es dort tiefen Frost – auch wenn’s in Wirklichkeit wohl doch noch zwei, drei Grad Plus waren. Aber damit immer noch zu kalt um sicher mit bloßen Händen zu arbeiten.

Trotz Kälte bin ich ein wenig weiter gekommen mit meinen zwei Projekten:

Aus dem Stück Birke ist eine – vorgearbeitete – Schale geworden.

Mit den „Schwalben und Pins“ bin ich auch weiter gekommen:

zukünftige Werkzeug-Kiste mit Unterbau

Die erste zukünftige Werkzeug-Kiste im Stil einer „Dutch Tool-Chest“ hat durchaus Formen angenommen. Sie wird aus zwei Teilen bestehen, einem Unterteil und der eigentlichen Werkzeug-Kiste.

Wie man auf dem Bild schon an Hand der Pappschachtel im Unterteil erahnen mag: da kommen Rollen drunter!

Und anstelle der traditionellen, mit einem Riegel gehaltenen losen Front werde ich Schubladen einsetzen.

Eine Sache hätte ich allerdings gerne anders gelöst: Front und Rückseite sind im Original mit speziellen Holznägeln befestigt, die auch richtig gut halten. Leider konnte ich online keine finden – und die Läden, in denen ich hätte danach fragen können, sind derzeit geschlossen. Ich hoffe nur, daß sie nach C-19 auch wieder aufmachen können….

Zurück zum Werkstück – anstelle der Nägel habe ich mir mit langen, dünnen Spax-Schrauben beholfen. Im Korpus mit Kerndurchmesser (konisch!) vorgebohrt, im Brett mit knapp Kopfdurchmesser – somit haben die Schrauben Raum für Bewegung, damit beim Arbeiten des Holzes nichts platzt. Schließlich heißt es nicht umsonst:

Holz arbeitet – und Du?

Noch mehr Werkbank

Nachdem die Werkbank eine recht große Bandbreite an Arbeitsmöglichkeiten bietet, hier eine Weitere:

Aufsägen von Halbstämmen

Auch wenn ich in Bezug auf die Werkzeug-Kisten sicher noch mehr posten werde, ein anderes Projekt harrte schon länger darauf, angefangen zu werden – und ich hatte endlich die fehlende Design-Idee.

Aber von Anfang an – ich habe vor einiger Zeit ein paar Birken-Halbstämme bekommen, etwa 80cm lang, ungefähr 25cm Stammdurchmesser. Die standen bei mir recht gut geschützt und sind jetzt schön durchgetrocknet….. – für Schalen.

Es sollen besondere Schalen werden – nicht das, was „jeder“ so macht. Wird allerdings noch ’ne Weile dauern, denn zur Zeit komme ich nur sehr wenig in die Werkstatt.

Aber Schritt für Schritt – diesmal Halbstamm zu Schalen-Rohlingen. Gesägt auf der neuen Werkbank – natürlich von Hand….

Zuerst mußten die beiden Enden etwas gekürzt werden, denn die waren von der Witterung besonders angegriffen. Klar – ist ja Stirnholz. Also Halbstamm auf die Bank gelegt, Knie drauf, Fuchsschwanz – und GO!

Halbstamm, Enden beischneiden.
Erstes Ende beschnitten.

Leider ist es auf dem Bild nicht so gut zu erkennen – der Halbstamm war nicht ganz plan – die Schnittfläche ist sauber und glatt, etwa ein Millimeter hohl in Bezug auf die beiden Ecken. Besser als ich es erwartet hatte.

Zweites Ende eingekürzt

Diesmal habe ich mir die Arbeit etwas erleichtert, und die Bügelsäge verwendet. Dafür ist der Schnitt aber auch nicht so plan geworden. Ist aber auch egal – kommt ja später eh auf die Drechselbank 😉

Beschnittener Halbstamm

Jetzt muß der an beiden Enden von den verwitterten Stücken befreite Halbstamm noch in Rohlinge aufgeteilt werden. Ich habe mich für Halbieren entschieden, auch wenn in der Breite wohl auf Grund des halbkreisfärmigen Querschnittes noch etwas Schwund sein wird – dafür bleibt aber noch Raum für ein mir wichtiges Gestaltungsmerkmal.

Der Halbstamm nochmal halbiert…

So, der Halbstamm ist jetzt auf halbes Längenmaß aufgetrennt – diesmal wieder per Fuchsschwanz. Den ersten Klotz habe ich auch schon grob angezeichnet – zeige ich beim zweiten Klotz dann auch im Bild – hab vergessen ein Photo zu machen :-/

Wenn sich der / die Eine oder Andere wundern mag, warum ich zum Teil auch Details beschreibe, die wohl für manchen offensichtlich sind – genau weil es genügend Interessierte gibt, die so etwas noch nie gesehen haben oder verfolgen konnten. Also bitte etwas Nachsicht, wenn Euch die Beschreibung zu detailliert ist – seht bitte einfach darüber hinweg, damit diejenigen, die so etwas noch nie gesehen haben, davon profitieren können….

Beim nächsten Mal geht’s weiter mit Anzeichnen des zweite Rohlings, ich hoffe ich kann Euch vor Weihnachten auch noch die Anfänge auf der Drechselbank zeigen (Kein Drechselkurs – mein Vorgehen!)