Ferienzeit – Löffelzeit?

Nachdem viele in den Ferien wegfahren, und die, die zu Hause bleiben auch ab und an wegfahren – es gibt an Imbißbuden und Co halt meist immer noch schwabbeliges Plastikbesteck.

Bei Pommes oder sowas kann man sich noch mit der „eingebauten“ Gabel behelfen, aber sobald Sauce oder gar Suppe im Spiel ist, ist man mit dem Plastiklöffel meist aufgeschmissen.

Mit diesem Hintergedanken hab‘ ich mir schon seit ein paar Tagen gedacht, da muß es doch eine Lösung geben. Hab dann im Internet einen „Taschenlöffel“ gesehen…

Taschenlöffel aus Maulbeerbaum-Holz, ca 10cm lang

Ich hab die Form und Maße etwas abgewandelt:

Mein erster Taschenlöffel ist aus frischem Maulbeerbaum-Holz geschnitzt, und ca. 10cm lang.

Blume im Einsatz

Angefangen hat die ganze „Geschichte“ <hier> mit ein paar Stücken Holz. Das Ganze entwickelte sich dann weiter bis zu zwei fertigen Kerzenleuchtern <seht hier>.

Nun – es ist selten genug, daß ich dann auch noch Bilder zeigen kann, die die Verwendung „beim Kunden“ zeigen, also meine Kunstwerke in der vom Auftraggeber vorgesehenen Umgebung.

Tadaaaaaaaa – meine Blumen-Kerzenleuchter auf dem Blumenaltar heute Morgen:

Diese Bilder sind diesmal nicht von mir selber aufgenommen worden, sondern vom Johannes R. zugeschickt worden, damit ich Euch auch einen Eindruck vom „Einsatz“ vermitteln kann.

Vielen herzlichen Dank, Johannes – der Blumen-Altar sieht klasse aus, und ich freue mich, daß die von mir hergestellten Kerzenleuchter ein klein wenig zu diesem tollen Altar beitragen durften !

Das Ergebnis der „Reise“

Kerzenleuchter frisch zusammengesetzt und vor dem Ölen

Nachdem ich ja, wie im letzten Beitrag angedeutet, ein paar Tage nicht in die Werkstatt gekommen bin habe ich nun die Blüten fertig geschnitzt und geschliffen. Oben noch ein schnelles Photo nach dem Zusammensetzen – mit etwas Epoxy – und vor dem Ölen. Ich habe Walnuß-Öl verwendet, ein „satter“ Auftrag, kein Wachs. Insgesamt habe ich wohl knapp 150 Stunden daran gearbeitet. Das ist eine lange Zeit, aber ich habe viel dabei gelernt, das nächste Mal ginge es wohl etwas schneller – und sei’s nur weil ich nun meine Schnitzeisen wesentlich schneller und besser scharf bekomme bzw. halten kann 😉

Sobald das Öl dann etwas eingezogen war kamen die „Fertig“-Photos im Garten:

Die Blumen habe ich heute den Auftraggebern übergeben – das ist aber noch nicht ganz das Ende der Geschichte: kommenden Sonntag sollen die beiden Leuchter „zum Einsatz kommen“: Auf dem Blumenaltar !

Da bin ich mal gespannt….

<Hier> geht’s weiter

Es geht in den Endspurt…

Nachdem ich jetzt ein paar Tage nicht in die Werkstatt kann – unser „kleiner“ Noch-Welpe braucht zur Zeit immer einen Aufpasser, damit er nicht zu viel Blödsinn anstellt – wollte ich Euch einen weiteren Zwischenstand nicht vorenthalten.

Die erste Blume (im letzten Beitrag war nur „Anprobe“) ist nun komplett fertig geworden, da müssen die Einzelteile (Fuß, Stängel und Blüte) nur noch verklebt werden. Die zweite Blüte ist aber auch komplett fertig – hier benötigen Stängel und Fuß allerdings noch etwas Arbeit.

Allerdings sieht die zweite Blüte ein wenig anders aus als die Erste. Weniger schlicht, dafür mehr verspielt. Denn im Unterschied zur ersten Blüte habe ich hier fast nur geschnitzt, nur das Allernotwendigste gedrechselt. Ich finde, der dadurch bedingte Mehraufwand hat sich aber gelohnt. Seht selbst:

Zweite Blüte (fast) nur geschnitzt!

Hier geht’s jetzt weiter: <Klick>

Aber jetzt gibt’s Ecken – oder Spitzen

tut mir leid daß ich beim letzten Beitrag das „eckige“ Bild schlichtweg vergessen habe. Hier ist es jetzt endlich:

Grob vorbereitete Blüte

Yep – und spätestens jetzt sollte jeder gemerkt haben in welche Richtung dieses Projekt läuft 😉

Auch wenn obiges Bild noch wirklich rauh aussieht – da geht es jetzt erstmal ans Schnitzen, dann wieder etwas Nachtrocknen lassen, dann weiter Schnitzen, und dann muß zu guter Letzt noch geschliffen werden.

Und nachdem ich Euch ein paar Tage auf das nächste Update habe warten lassen, hier dann auch gleich ein Zwischenstand, „Anprobe“ fast am Ende der zweiten Schnitzrunde. Den Stängel der ersten Blüte habe ich auch schon so gut wie fertig, und den Sockel habe ich als Verlängerung des Wundes gleich mit bearbeitet – so daß die „Wurzeln“ fast in die drei Füßchen übergehen, die leider auf dem Bild nicht so gut sichtbar sind.

An den Maßen wird sich bei dieser Blüte nicht mehr viel ändern: Blütendurchmesser ca 25cm, Sockel 22cm, Gesamthöhe ca 45cm.

Jetzt noch den Rest schnitzen, dann schleifen und danach geht es an die Oberflächenbehandlung.

Zwischenstand erste Blüte

Und so sieht ein paar Tage später die zweite Blüte aus <Klick>

Aus Eckig mach‘ Rund – und wieder Eckig

Die vorgeschnittenen Rohlinge im letzten Beitrag waren genau das: roh zugeschnitten. Also hab‘ ich die erstmal „rund“ gemacht. Dazu die Mitte angezeichnet, angekörnt und dann „zwischen Spitzen“ aufgespannt:

Rohling zwischen Spitzen aufgespannt

Auch wenn das etwas „wild“ aussieht, ich hab den Schwerpunkt ziemlich gut getroffen so daß der Rohling gut austariert war und schön rund gelaufen ist. Also dann: Rund machen 😉

Beide „Füße“ sind etwa 22 cm im Durchmesser, 6 1/2 cm hoch – werden beide auch noch beschnitzt, daher habe ich das Schleifen bleiben lassen, muß ich ja nach dem Schnitzen eh wieder ran.

Tja, leider hatte ich das „Eckige“ Bild vergessen anzufügen, das gibt’s dafür im nächsten Beitrag, und mehr….

Jetzt gibt’s was aus Nuß

Die beiden Pappel-Halbstamm-Stücke sind vorgedrechselt und „entspannen“ sich etwas. Leider hat dabei der Erste (letzter Beitrag) einen Riß bekommen, da kann es sein, daß ich den für dieses Projekt nicht verwenden kann, und aus einem weiteren Halbstamm-Stück erneut drechseln muß. Mal schauen.

Dafür habe ich jetzt die Nuß-Planke in Angriff genommen, und mittels Handsäge je zwei längliche und zwei flache Rohlinge ausgesägt.

Rohlinge aus Nuß-Planke zugeschnitten

Man kann gut sehen, daß ich versucht habe, mir mit meiner kleinen Bandsäge die Arbeit etwas zu erleichtern. Allerdings ist die für die dicke Planke dickenmäßig absolut am Limit, und schlußendlich war ich dann mit der Handsäge sogar schneller.

Wie’s weiter geht – jetzt wird’s rund… <Hier klicken>

…so, und weiter geht’s

Erstmal habe ich den Pappel-Halbstamm-Rohling mit dem Beil etwas zugerichtet, damit er besser auf die Drechselbank paßt.

Behauener Rohling

Weiterhin habe ich dann auf der Drechselbank so weit vorbereitet, daß ich nun als nächstes Schnitzen kann:

Vorgedrechselter Rohling

Die Oberfläche ist nicht ganz so glatt wie sonst bei mir üblich. Zum Einen liegt das am noch ziemlich frischen Holz – selbst mit frisch geschärftem Eisen war es nicht ganz glatt zu kriegen – zum Anderen wird nahezu die gesamte Oberfläche eh geschnitzt.

Nicht sichtbar ist die Bohrung „bodenseitig“, die jetzt ein wenig trocknen muß. Dann kann ich sie – da sie sich ja beim Trocknen verzieht – nochmal Nachbohren bevor ich den Rohling zum Schnitzen von der Drechselbank nehme.

Weiter geht’s dann jetzt <hier>

Fortsetzungsroman

oder ein Projekt vorgestellt, mit Bildern und Erklärungen zu den einzelnen Schritten.

Grobe Schätzung vorab sind knapp hundert Stunden Zeitaufwand für das Projekt, da ich vor habe das Meiste von Hand zu machen. Geplant ist dabei die Drechselbank als einzigstes elektrisches Gerät zu verwenden, gegebenenfalls noch etwas maschinelle Unterstützung falls mehr Schleifen notwendig sein sollte. Ansonsten Drechsel- und Schnitzmesser…..

„Fortsetzungsroman“ weiterlesen

Die ersten Ergebnisse vom Schlachtfest

nachdem ich ja all das tolle Pappel-Holz bekommen habe – und am Wochenende sogar noch etwas Birke dazu – mußte ich einfach „loslegen“.
Entstanden sind ein nur mit Beil und Messer hergestellter Kochlöffel aus Pappel – den ich natürlich auch gleich beim Birkenholz holen der Dame des Hauses übergeben habe – und ganz leise auf der Terrasse am Sonntag noch ein „Suppenlöffel für den größeren Hunger“ aus Birke.
Der Kochlöffel mißt cirka 36 cm in der Länge, der Eßlöffel knapp 17 cm.